24. Oktober 2020

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PAVK: Injizieren statt amputieren?

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Patienten im Spätstadium der peripher-arteriellen Verschlusskrankheit droht die Amputation der betroffenen Gliedmaßen. Eine Studie deutet darauf hin, dass die Injektion von Knochenmarkzellen zu einer Verringerung der Amputationsrate führen könnte. von Dr. Thorsten Braun mehr…

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Zur PAVK:

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit, ist ein Krankheitsbild bei dem es zum Verschluss oder zur Verengung (Stenosierung) der Arm-oder häufiger der Beinarterien kommt. Sie wird auch als Schaufensterkrankheit bezeichnet. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist eine relativ häufige Erkrankung. In Deutschland sind bis zu 10% der Bevölkerung über 50 Jahren betroffen. Symptome treten nur in einem Drittel der Fälle auf. Männer sind rund viermal häufiger betroffen als Frauen.

Definition

  • Die periphere arterielle Verschlusskrankheit ist ein Krankheitsbild bei dem es zu einem fortschreitenden Verschluss der Arm- oder Beinarterien (häufiger) kommt. Dadurch entsteht ein Missverhältnis zwischen arterieller Blutzufuhr und Sauerstoffbedarf des Gewebes.

Symptome

  • Symptome können nach Fontaine in verschiedene Stadien eingeteilt werden
    1. Stadium I: symptomfrei, meist klinischer Zufallsbefund (z.B. fehlende periphere Pulse)
    2. Stadium II: Claudicatio intermittens
    3. Stadium IIa: beschwerdefreie Gehstrecke > 200m
    4. Stadium IIb: beschwerdefreie Gehstrecke < 200m
    5. Stadium III: Ruheschmerz
    6. Stadium IV: Trophische Störungen (Nekrosen, Ulzera, Gangrän)

Gefahren

Die Gefahren sind das Absterben von Gewebe durch die Unterversorgung mit Sauerstoff.

Massnahmen

Inspektion, Palpation und Auskultation. Prüfung von Sensibilität und Hauttemperatur. Wichtig ist das überprüfen der Pulse.

Differenzialdiagnosen

Durch andere Erkrankungen können ähnliche Symptome auftreten.

  • Abnützungserscheinungen im Hüft- oder Kniegelenk
  • Fußfehlhaltungen
  • Wirbelsäulen-Veränderungen.
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